Liangkang Ni

Der Begriff des Dämonischen bei K. Jaspers

Der Begriff des Dämonischen spielt in der gegenwärtigen Existenzphilosophie eine wichtige Rolle, besonders bei K. Jaspers. Die drei grundlegenden Bedeutungen des Dämonischen in der Alltagsprache sind auch in der Terminologie Jaspers erhalten. In der früheren dämonologischen Forschung Jaspers wird die phänomenologische Methode benutzt, wenn auch für unterschiedliche Sachgehalte, d.h., für die psychopathologische Daseinanalyse. Das Dämonische wird als Subjektives und auch als Objektives interpretiert. In der Spätzeit legt Jaspers eine dämonologische Überlegung vor, die nicht nur systematisch die Erscheinung des Dämonischen in der Geschichte und Gegenwart behandelt und ergreift, sondern auch ein existenzphilosophisches Konzept zur Überwindung der modernen Dämonologie durch die existentielle Transzendenz zu Einen anbietet, und somit auch eine existenzphilosophische Ethik. Der Zusammenhang zwischen der phänomenologischen Methode und der existentiellen Daseinserhellung geht beim späteren Jaspers verloren, da die phänomenologische Beschreibung der Bewusstseinsimmanenz ist beim früheren Jaspers inhaltlich einigermaßen durch Ausarbeitung der psychopathologische Existenzanalyse ersetzt, und bei späteren Jaspers schließlich auch methodisch durch Erstellung Konzeption zur existentiellen Transzendenz.